LabForward baut das Labor der Zukunft

Laura Diez

Startup Stories

Im modernen Labor zeichnet sich ein Paradigmenwechsel ab, denn mit steigender Komplexität der Laborprozesse werden Automatisierungslösungen unverzichtbar. Das in Berlin ansässige Startup LabForward wurde im Jahr 2015 gegründet und bietet mit seiner Plattform LabOperator eine offene IoT-Plattform für die Integration aller Arten von Geräten und Software über Standard-APIs. Zusammen mit deren Workflow-Lösung können so Prozesse überwacht und rationalisiert, Daten unterwegs auswählt und Informationen innerhalb deren etablierten Labor-Ökosystems verarbeitet werden.

Neben der genauen Erläuterung von LabOperator geben Jan Buch, Key Accounts Lead, und Rebecca von Stephani Auskunft darüber, was sie sich von deren Teilnahme an dem 5-HT X-Linker „Lab of the Future“ 2021 sowie der generellen Zusammenarbeit mit 5-HT erhoffen. 

Wie würdest du einem Fachkollegen in einem Chemiekonzern eure Lösung in drei Sätzen erklären?

"Laboperator ist eine Plattform zur herstellerunabhängigen Integration von Laborgeräten sowie Software-Drittsystemen. Mit Laboperator können Experimente überwacht, ferngesteuert und automatisiert werden, sodass sich Effizienz, Reproduzierbarkeit und Datenintegrität von Experimenten nachhaltig verbessern lassen."

Die Plattform LabOperator 

Welches Problem hat euch motiviert Labforward zu gründen?

"Trotz zahlreicher technologischer Durchbrüche und Innovationen in der Biotech, Pharma und Chemie-Branche während des vergangenen Jahrzehnts, sieht sich diese mit steigenden Informationsverarbeitung-Aufwand und sinkender Produktivität konfrontiert. Forscher und Wissenschaftler stehen daher vor der grundlegenden Herausforderung, die Genauigkeit, die Geschwindigkeit und die Kosten ihrer Forschung und Entwicklung zu verbessern. Genau hier setzen wir an: Labforward unterstützt Forschungsteams mit dedizierten Software-Lösungen in allen grundlegenden Schritten der Forschung und Qualitätskontrolle - Planung, Durchführung und Dokumentation. Unsere Mission ist das Betriebssystem für Labore zu entwickeln, welches Daten, Geräte und Forscher miteinander verbindet und so bei der Entdeckung neuer wissenschaftlicher Durchbrüche unterstützt."

Wie überzeugt ihr einen Chemiekonzern gerade mit euch ein Pilotprojekt aufzusetzen?

"Unsere Mission ist es das Labor der Zukunft für unsere Kunden Realität werden zu lassen. Wir haben bereits einige Pilotprojekte mit großen Pharmakonzernen erfolgreich abschließen können und schauen daher auf relevante Erfahrungen in diesem Bereich zurück. Darüber hinaus erlaubt unser Ansatz einer offenen, standardisierten und skalierbaren Lösung unseren Kunden Pilotprojekte schnell und unkompliziert umzusetzen. Während des Projektes unterstützen wir unsere Kunden von Anfang bis Ende mit umfassender Beratung, Implementierungs- und Kunden-Support. Wir denken in allen Phasen des Projekts ganzheitlich und legen bereits im Pilotprojekt den Grundstein für eine erfolgreiche und unternehmensübergreifende Umsetzung und Skalierung des Use-Cases."

Wer ist eure Kunden-Zielgruppe? 

"Laboperator ist grundsätzlich für eine Vielzahl von Use-Cases und Unternehmen einsetzbar, dennoch kommt unsere Lösung hauptsächlich bei Großkunden aus den Bereichen Pharma, Chemie und Biotechnologie zum Einsatz. Unsere Kunden sehen wir dort, wo eine Vielzahl von Laborgeräten untereinander- und mit den vorhandenen Dritt-Systemen vernetzt und Prozesse dokumentiert und automatisiert werden sollen."

Was erwartet ihr vom X-Linker „Lab of the Future“? 

"Wir freuen uns auf einen lebendigen und intensiven Austausch mit Corporates und Startups der Pharma, Chemie und Biotech-Branche über Themen wie Digital Lab, Lab-Automation sowie über weitere relevante Industrie-Trends."

Was sind eure nächsten Schritte? 

"Wir arbeiten fortwährend daran, unsere Lösungen zu verbessern und durch neue Features zu erweitern. So arbeiten wir aktuell zum Beispiel an einem digitalen “no-code” Workflow-Editor, der die Implementierung von digitalen und autonomen Workflows noch weiter vereinfachen soll. Für die stetige Weiterentwicklung unseres Produkts und Service-Angebots ist der enge Austausch mit Kunden und anderen Solution-Providern der Branche essentiell, daher ist der weitere Ausbau unseres Netzwerks und die Vertiefung von Partnerschaften zukünftig ein weiterer zentraler Punkt auf unserer Agenda."

Die Gründer (v.l.n.r) Julian Lübke, Simon Bungers und Florian Hauer auf der BCEIA 2019 in Peking

Wie kann der 5-HT Digital Hub Chemistry & Health euch in eurer weiteren Entwicklung unterstützen?

"Events wie der 5-HT Digital Hub helfen uns, in den Dialog mit potentiellen Kunden und Partnern zu treten und sich gemeinsam über Industrie- und Technologie Trends auszutauschen. Dies ermöglicht uns, Laboperator stets an die aktuellen Ansprüche und Herausforderungen unserer Kunden anzupassen und damit nachhaltig weiterzuentwickeln."

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