Wie viatolea und die BARMER gemeinsam digitale Unterstützung bei Nahrungsmittelunverträglichkeiten in die GKV bringen

Corinna Herrmann

Success Stories

Eine 5-HT Success Story über Vertrauen, Tempo und die Kraft eines guten Matchmakings.

Ein Pitch, ein Gespräch – und ein gemeinsames Ziel: die Versorgung von Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu verbessern.

Aus einem ersten Kennenlernen auf einem Branchenevent über das 5-HT Event „Insuring Digital Health“ 2024 wurde eine handfeste Versorgungslösung: viatolea und die BARMER arbeiten seit Herbst 2025 zusammen, um Betroffenen den Zugang zu digitaler Unterstützung in Form eines Medizinprodukts zu ermöglichen.

Wie aus einer Begegnung eine bundesweite Versorgungslösung wurde – und was andere Startups daraus lernen können – zeigt unsere neue Success Story.

Im Gespräch mit Hanna Höfges und Robin Becker (BARMER) sowie Pauline Nöldemann (viatolea) gewähren sie einen offenen Einblick in eine Kooperation, die zeigt:

Wenn Startups, Kassen und Netzwerke an einem Strang ziehen, entsteht echte Innovation – mit spürbarem Nutzen für Patient:innen.

Vom Pitch zur Partnerschaft: Der Beginn einer erfolgreichen Zusammenarbeit

Die Geschichte dieser Kooperation startet 2024: Bei der DMEA traf das Team von viatolea erstmals auf Vertreter:innen der BARMER. Wenige Monate später folgte der entscheidende Moment – ein persönlicher Austausch beim 5-HT Event „Insuring Digital Health“ am 10. Oktober 2024 in Mannheim.

Dort präsentierte sich viatolea (damals noch als BesserEsser) live vor führenden Krankenkassen – mit einer klaren Vision: Menschen mit Nahrungsmittelunverträglichkeiten zu helfen, ihre individuellen Auslöser zu erkennen und Beschwerden nachhaltig zu lindern.

„Der persönliche Kontakt hat viel bewegt. Live-Pitches zeigen nicht nur das Produkt, sondern auch das Team dahinter – und das Vertrauen ist entscheidend, wenn es um echte Versorgung geht.“ — Hanna Höfges, Fachreferentin Digitale Versorgung, BARMER

Diese Begegnung legte den Grundstein für eine Partnerschaft auf Augenhöhe.

Pauline Nöldemann präsentiert beim Insuring Digital Health 2024 in Mannheim

Von der Idee zum registrierten Medizinprodukt

Nach dem Event folgte die konsequente Weiterentwicklung: Anfang 2025 erlangte viatolea die CE-Kennzeichnung zum Medizinprodukt, im Februar 2025 startete der erste Selektivvertrag mit einer Krankenkasse.

Diese frühe Einbindung in die Versorgung lieferte wichtige Evidenzdaten und Erfahrungswerte – und ebnete den Weg zur Zusammenarbeit mit der BARMER.

Parallel sorgte die 5-HT Startup-Story (März 2025) für zusätzliche Sichtbarkeit im Ökosystem. Dort wurde die Lösung ausführlich vorgestellt – und stieß auf reges Interesse bei Kassen und Patient:innen gleichermaßen.

Die Lösung: 10 Wochen zu mehr Wohlbefinden

Herzstück von viatolea ist ein zehnwöchiger Versorgungsprozess – digital, strukturiert und individuell:

  1. Analyse (2 Wochen): Nutzer:innen erfassen ihre Ernährung und Symptome. Zertifizierte Ernährungsberater:innen erkennen mithilfe von Algorithmen die individuellen Unverträglichkeiten.

  2. Umstellung (8 Wochen): Auf Basis der Analyse erhalten Teilnehmende personalisierte Empfehlungen, Rezepte und Tests, um Schritt für Schritt ihre individuelle Ernährung zu finden.

So entsteht ein Weg von der Erkennung über die Ursachenklarheit hin zu einer nachhaltigen Ernährungsumstellung – ohne Verzicht, aber mit Wirkung.

Das Ergebnis: spürbare Beschwerdereduktion, gesteigerte Lebensqualität und mehr Ernährungskompetenz.

Das Programm ist ein registriertes Medizinprodukt, wissenschaftlich fundiert, und kostenfrei für BARMER-Versicherte zugänglich.

👉 Zur viatolea-Leistungsseite der BARMER

viatolea Lösung

„So schnell wie möglich – so sorgfältig wie nötig“

Im Frühjahr 2025 nahmen BARMER und viatolea die Gespräche wieder auf. Mit den vorliegenden Wirksamkeitsdaten und der Zertifizierung stand der nächsten Stufe nichts mehr im Weg.

Nur sechs Monate später – im Herbst 2025 – war der Selektivvertrag geschlossen.

„Selektivverträge dauern häufig lange. Aber hier hat alles gepasst: klare Kommunikation, schnelle Rückmeldungen und eine gemeinsame Vision.“ — Robin Becker, Fachreferent Digitale Versorgung, BARMER

Am 28. Oktober 2025 kommunizierten beide Seiten die Partnerschaft öffentlich – begleitet von positiven Reaktionen aus Fachpresse und Community.

Für ein Selektivmodell ist das Tempo bemerkenswert – und Ergebnis stringenter Abstimmungen, klarer Rollen und transparenter Kommunikation auf beiden Seiten.

Erste Ergebnisse: Hohe Resonanz, zufriedene Nutzer:innen

Schon wenige Wochen nach dem Start zeigten sich messbare Effekte:

  • Stark steigende Nutzerzahlen

  • Positive Rückmeldungen zur Wirksamkeit

  • Symptomverbesserungen bereits in den ersten Programmwochen

Und das alles noch vor dem großen Marketing-Rollout.

„Wir sehen, dass das Angebot ankommt – und dass es wirkt. Genau das wollten wir erreichen.“ — Pauline Nöldemann, Gründerin von viatolea

viatolea Gründerteam Pauline Nöldemann und Yannick Wiesner

Was die BARMER überzeugt hat

Die Entscheidung für die Kooperation fiel auf Basis klarer Kriterien:

Evidenz & Patient Benefit – nachgewiesene Wirksamkeit und echter Mehrwert für Versicherte

Integration in die Versorgung – keine Insellösung, sondern sinnvolle Ergänzung bestehender Prozesse

Wirtschaftlichkeit & Nachhaltigkeit – ein klar definierter Business Case

Transparente Zusammenarbeit – schnelle Rückmeldungen, offener Austausch und gemeinsame Zielorientierung

Diese Faktoren machten den Weg frei – für ein digitales Versorgungsangebot, das heute bereits vielen Betroffenen hilft.

Der Nutzen für Versicherte – konkret und alltagsnah

Warum ist diese Kooperation relevant? Weil Magen-Darm-Beschwerden Millionen Menschen betreffen – oft diffus, langwierig und mit erheblicher Alltagsbelastung. Dazu kommen teils lange Wartezeiten auf relevante Untersuchungen und oft nicht zielführende Alternativen.

viatolea bietet einen niedrigschwelligen Zugang, strukturiert den Weg von der Vermutung zur begründeten Annahme und zur praktischen Umstellung – mit Feedback-Schleifen und begleitender Beratung.

Wie 5-HT den Unterschied machte

Das 5-HT Event „Insuring Digital Health“ fungierte als Brücke zwischen Innovation und Versorgungspraxis.

Hier treffen innovative Startups auf gesetzliche Krankenkassen – in einem Rahmen, der offene Gespräche und relevante Matches ermöglicht.

Der Case viatolea × BARMER zeigt vorbildlich, wie gezielte Vernetzung, fachliche Tiefe und persönliche Begegnung den entscheidenden Unterschied machen können.

👉 Zum Nachbericht „Insuring Digital Health 2024“

Lessons Learned für Startups im Digital-Health-Bereich

  1. Kennt den Rahmen.
    GKV-Regularien, Datenschutz, Evidenzanforderungen – wer vorbereitet ist, überzeugt schneller.

  2. Zeigt Wirkung, nicht nur Vision.
    Zertifizierung, Pilotprojekte und reale Versorgungsdaten sind wichtige Schlüssel zur Kooperation.

  3. Denkt Integration statt Insellösung.
    Je klarer die Einbindung in bestehende Prozesse, desto höher die Erfolgschance.

  4. Pflegt Tempo & Transparenz.
    Schnelle, ehrliche Kommunikation stärkt Vertrauen.

  5. Nutzt Netzwerke.
    Plattformen wie 5-HT öffnen Türen – von der Bühne bis zum Vertrag.

Blick nach vorn

Während der Zusammenarbeit zwischen viatolea und der BARMER werden Nutzung, Wirksamkeit und Kundenzufriedenheit geprüft – mit dem Ziel, die Gesundheit der Versicherten langfristig zu verbessern.

Schon jetzt zeigt sich: Die Resonanz der Versicherten ist groß, der Nutzen klar erkennbar – und der Bedarf enorm.

5-HT als Brückenbauer

Für uns bei 5-HT ist diese Success Story Bestätigung und Ansporn zugleich:

  • Unsere Matchmaking-Formate bringen Startups und Krankenkassen gezielt zusammen.

  • Storytelling hilft Innovationen, sichtbar und verständlich zu werden.

  • Kontinuität in der Begleitung macht aus Ideen echte Versorgung.

Call-to-Action

👉 Für Krankenkassen und Leistungserbringer:

Sie möchten neue, digitale Versorgungslösungen kennenlernen?

Besuchen Sie das nächste Insuring Digital Health.

👉 Für Startups:

Sie möchten Ihre Lösung im Gesundheitswesen etablieren?

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👉 Für Versicherte:

Mehr Informationen zur kostenfreien Nutzung von viatolea bei der BARMER finden Sie hier.


Mehr Informationen:

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