eHealth Symposium – Brücke in eine digitale Zukunft

Katharina Kittelberger

Events

Unter dem Motto „Digitalisierung als Treiber für eine bessere medizinische Versorgung“ behandelte das diesjährige in digitaler Form stattfindende 4. eHealth Symposium Südwest, die Themenschwerpunkte Telemedizin, mobile eHealth-Apps und Digitalisierung im Krankenhaus. 

Das eHealth Symposium 2021: Erstmalig als Online-Event

Seit deren erster Veranstaltung im Jahr 2018 tauschen sich jährlich über 100 Akteure über aktuelle und zukünftige Einsatzmöglichkeiten von künstlicher Intelligenz, Big Data, Precision Medicine und andere innovativen Ideen aus. 

Hinter den Kulissen der digitalen Veranstaltung

Digitalisierung: Neue Möglichkeiten

Die Digitalisierung im Gesundheitswesen wurde durch die COVID-19-Pandemie maßgeblich vorangetrieben. Die Einführung der digitalen Patientenakte, der Ausbau der Telemedizin sowie Integration und Ausbau von Big Data und KI sind nur einige Beispiele, in denen sich diese Entwicklung spiegelt.

Laut Christian Klose, Bundesministerium für Gesundheit, nutzen auch Patienten verstärkt digitale Angebote:

Vor der Pandemie hat jeder Fünfte die Videosprechstunde als nützlich angesehen. Im Juli 2020 gab jeder Dritte an, durch die Pandemie einen stärkeren Nutzen in Videosprechstunden zu erkennen.

Christian Klose, Bundesministerium für Gesundheit

Daraus schlussfolgernd sei die digitale Transformation eingeleitet, so Klose. „Deutschland baut eine Brücke in eine bessere, digitale Zukunft im Gesundheitswesen.“

Digitalisierung: Treiber für eine bessere medizinische Versorgung

Rund 300 Vertreter aus den Bereichen Medizin, Forschung, Wirtschaft und Politik nutzten diesen Themenschwerpunkt der Veranstaltung, um sich spannende Vorträge über die rasanten Entwicklungen und innovativen Lösungen mit Praxisbezug im Bereich eHealth zu informieren und per Online-Chat miteinander auszutauschen. 

So beschäftigte sich Dipl.-Psych. Jan Spilski, CRO und Co-Founder des Startups insight.out GmbH, in seinem Vortrag mit Mit ,,Digitaler Diagnostik und Intervention“.

Dipl.-Psych. Jan Spilski, CRO und Co-Founder des Startups insight.out GmbH

In der Anwendung hätten analoge psychologische Testverfahren noch immer eine hohe Bedeutung, doch der Bedarf an computergestützten Alternativen wachse im Zuge der digitalen Transformation rasant an.

Dipl.-Psych. Jan Spilski, CRO und Co-Founder des Startups insight.out GmbH

insight.out unterstützt diesen Wandel, indem das Startup ganzheitliche und praxiserprobte Lösungen rund um die Digitalisierung von Testverfahren entwickelt.

Um ,,Datengesteuerte klinische Studien von Implantaten mittels virtueller Patienten“, ging es im Referat von Gloria Zörnack, VR Engineer bei virtonomy.io.  Ziel dieses Startups ist es, die Verwendung von Tieren und Menschen in klinischen Studien zu beenden. Stattdessen bringt das Unternehmen den Einsatz von virtuellen, datengetriebenen Patienten voran. Vorteile sieht Zörnack unter anderem in einer verkürzten Zeit bis zur Markteinführung, deutlich gesenkten Kosten sowie einer Beschleunigung von medizinischen Innovationen.

Gloria Zörnack, VR Engineer bei virtonomy.io

Neben Vorträgen von vielerlei Startups stellte auch beispielsweise lzv. Prof. Dr. sc. Dr. med. Robert Bernat, leitender Oberarzt am Westpfalz-Klinikum, eine digitale Datenbrille vor, die in deren Kardiologie-Abteilung seit einigen Monaten im Einsatz ist.

Die Corona-Pandemie hat auch unserem Haus einen enormen Digitalisierungsschub verpasst. Wir haben innovative Maßnahmen in schnellem Tempo umgesetzt.

Peter Förster, Geschäftsführer Westpfalz-Klinikum GmbH

Dank der Datenbrille können sich die Mitarbeiter der Klinik nun virtuell von Produkt-Spezialisten in der jeweils angewendeten Technik oder Software schulen lassen.

Die Gesundheitsbranche: Zwischen digitalem Umbruch und KI

So bot auch das diesjährige eHealth Symposium 2021 Vertretern von Krankenhäusern, niedergelassenen Ärzten, Wirtschaftseinrichtungen, Forschungsunternehmen, Startups sowie forschenden Medizinern – nicht nur aus dem Südwesten – erneut die Gelegenheit, sich gegenseitig über die Entwicklungen und Lösungen im Bereich eHealth zu informieren.

Auch Stefan Kohl, Geschäftsführer von 5-HT Digital Hub Chemistry & Health, empfand das Event als vollen Erfolg:

Wir freuen uns über die hohe Qualität und Bandbreite der digitalen Lösungen mit großer Praxisrelevanz, die wir Veranstalter den Gästen des diesjährigen eHealth Symposiums bieten konnten. Das Event unterstützt unser Bestreben, digitale Innovationen imGesundheitsbereich zu fördern.

Stefan Kohl, Geschäftsführer von 5-HT Digital Hub Chemistry & Health

Denn das sei schließlich auch der Auftrag der Digital Hub Initiative, welche vom Bundeswirtschaftsministerium ins Leben gerufen wurde, so Kohl.

So wird auch im nächsten Jahr, am 12. Januar 2022, das 5. eHEalth Symposium Südwest veranstaltet. Dr. Stefan Weiler, Geschäftsführer Business + Innovation Center Kaiserslautern (bic) sieht dieser Veranstaltung bereits entgegen:

Wir haben jetzt schon zum vierten Mal miterlebt, wie innovativ und aktiv unser Südwesten im Bereich Gesundheitsentwicklungen ist. Von jungen Startups bis hin zu Ideen von Kliniken und Forschungseinrichtungen konnten wir eine große Bandbreite aufzeigen. In 2022 werden wir uns nochmal steigern

Dr. Stefan Weiler, Geschäftsführer Business + Innovation Center Kaiserslautern (bic)

Folgende Startups haben sich beim eHealth Symposium 2021 präsentiert:

  • insight.out
  • virtonomy.io

Neben Veranstaltern sowie Startups haben sich auch folgende Unternehmen mit einem virtuellen Messestand präsentiert:

healthy hub

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