Von Ludwigshafen nach London – Mein Praktikum bei Clustermarket 2020

Im Mai 2019 unterstützte ich das Team des 5-HT Digital Hubs für eine Woche beim 5-HT X-Linker Event und hatte dabei die Chance die spannenden Pitches der anwesenden Startups zu verfolgen. Dort hörte ich auch den Pitch von Johannes Solzbach (CEO) von Clustermarket aus London. Nach seinem Vortrag hatte ich auch noch die Chance einige Worte mit ihm zu wechseln.

Der 5-HT X-linker war für mich ein interessantes und tolles Event – erstaunlicherweise sind mir nach über einem Jahr noch alle Startups gut in Erinnerung geblieben. Außerdem konnte ich in dieser kurzen Zeit auch einen Einblick in die Arbeit des 5-HT Digital Hubs, insbesondere in Bezug auf die Durchführung spannender Events mit internationalen Startups, gewinnen.

Ende 2019 entschied ich mich dann – auch wenn das im Rahmen meines Chemiestudiums nicht vorgesehen ist – einige Praktika zu absolvieren, um einen besseren Überblick zu bekommen, wie es in der Arbeitswelt abseits der Uni aussieht. Nach Praktika bei größeren Unternehmen wollte ich auch noch Einblick in die Welt der Startups bekommen. Ich erinnerte mich sofort an Clustermarket, deren Idee und Unternehmen ich sehr spannend fand, und bewarb mich daher unter Vermittlung des 5-HT Digital Hub Teams auf eine Praktikantenstelle im Business Development. Nach einigen Interviews mit zwei der drei Gründern wurde ich angenommen und begann im März 2020 mein Praktikum in London.

Clustermarket ist ein Online-Marktplatz, der es Wissenschaftlern, Ingenieuren und anderen Forschenden ermöglicht, Laborequipment und Dienstleistungen zu buchen, anzubieten und/oder intern zu organisieren. Die Grundidee ist dabei, die Auslastung von (oft teurem) Equipment an Universitäten zu erhöhen und gleichzeitig den Zugang von Startups/KMUs zu diesem Equipment zu verbessern.

Ich war im Bereich Business Development insbesondere für die Expansion nach Deutschland zuständig. In diesem Zuge habe ich Universitäten kontaktiert, war an einem erfolgreichen Fördermittelantrag in NRW beteiligt und hatte die Chance noch an einigen weiteren Themen mitzuarbeiten. Mein Arbeitstag war viel von Onlinerecherche und Korrespondenzen geprägt. Diese Arbeit wurde durch viele Meetings und Besprechungen ergänzt und blieb stets interessant.

Das Praktikum war sehr lehrreich und unterschied sich deutlich von meinen Erfahrungen an der Uni und in größeren Unternehmen. Besonders beeindruckend war die tolle Arbeitsmoral aller Mitarbeiter und das ansteckende Gefühl, an einem gemeinsamen Ziel zu arbeiten. Auch das Arbeiten in einer „Shared Office Space“ hat mir sehr gut gefallen, was vermutlich vor allem an dem großartigen, internationalen und motivierten, zu dem Zeitpunkt zehnköpfigen Team lag. Die Möglichkeit, an für mich komplett neuen Themen zu arbeiten, war für mich sehr spannend. Auch auf Eigeninitiative und das Einbringen von Ideen wurde viel Wert gelegt.

Gespräch beim “Scaling-Up synthetic Biology” Event (Von Sartorius, Science Entrepreneur Club und Clustermarket) im Shared Office
Gespräch beim “Scaling-Up synthetic Biology” Event (Von Sartorius, Science Entrepreneur Club und Clustermarket) im Shared Office

Leider war die Zeit im Office mit auch einigen Events aufgrund der COVID-19 Pandemie schnell vorbei und es ging, wie für so viele, im Home-Office weiter. Alles in allem hat der Wechsel ins Home-Office gut geklappt und ich konnte trotzdem viel lernen. Trotz der räumlichen Trennung blieb die Arbeitsmoral des Teams bestehen, auch wenn es dennoch nicht das gleiche motivierende und pulsierende Erlebnis wie im Office war.

Ich bin Johannes Solzbach, Tobias Wingbermuehle, Niklas Friedberg und dem ganzen Team sehr dankbar für Zeit, die ich bei Clustermarket haben durfte. Es hat mir tatsächlich so gut gefallen, dass es jetzt für mich mit einem Wirtschaftschemie Master in London im Oktober weitergeht, statt mit dem traditionell auf den Bachelor folgenden Chemiemaster.

Einen Blick außerhalb seines eigenen Studiums zu werfen und Praktika zu absolvieren kann ich nur empfehlen, insbesondere auch in Studiengängen, in denen dies nicht so üblich ist.

Letztlich möchte ich mich auch beim 5-HT Digital Hub Team für ihre Unterstützung und ihr tolles Gespür beim Auswählen der Startups für ihre Events bedanken.

Felix Franke


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