„Große Ideen entstehen dadurch, dass Menschen, Ideen und Herausforderungen zusammenkommen“

Der Umweltschutz gehört zu den drängendsten Problemen der Gegenwart. Neue Maßnahmen und Innovationen werden gefordert, um der Klimaerwärmung entgegenzuwirken und gegen die Verschwendung von Ressourcen anzugehen. Wenn die aktuellen Diskussionen um die Klima- und Umweltpolitik eines gezeigt haben: Ein Umdenken in der bisherigen Entwicklung und Förderung grüner Technologien ist notwendig.

Dieses Umdenken stößt das Startup ipOcean Global an, indem es eine Plattform für Ideen und Challenges schafft. Sie beschleunigt den Prozess von der Idee bis zur Umsetzung rasant. Sie ermöglicht Unternehmern, Universitäten, Forschungsinstituten, Startups und auch Kreativen ihre Ideen, Informationen, Daten oder Know-how durch den Einsatz innovativer Blockchain-Technologien zu sichern, vertraulich weiterzugeben und zu verifizieren, aber auch on-demand in Gruppen zusammenzuarbeiten. Es können Open Innovation und Hackathons auf der Plattform so realisiert werden, dass auch Top Talente und Experten angezogen werden.

Wie das funktioniert, erläutert Gründer Holger Geissler im Interview und geht dabei auch darauf ein, warum diese Idee nur in Deutschland entstehen konnte.

ipOcean Gründer Holger Geissler

Ein Netzwerk für Ideen und Challenges

„Das erforderliche Wissen, das wir für die Umwelt brauchen, gibt es bereits, es ist nur verborgen wie in einem riesigen Ozean und muss erst noch geborgen werden“, sagt Holger Geissler, Mitgründer von ipOcean Global. Die Rede ist von Technologien, die die drängendsten Probleme der Zeit angehen und beispielsweise das Recyceln von Plastik revolutionieren könnten.

“Die innovativen Ideen sind bereits alle da, wir können sie nur nicht nutzen; das Wissen ist global gut verteilt. Der Austausch zum Beispiel zwischen Ideengebern, Startups, Industrie und Investoren ist nicht intensiv genug. Wir wollen eine schnelle Plattform bereitstellen, auf der jeder, der sagt: ,Ich habe eine tolle Idee’, sie direkt einstellen kann. Jeder kann darauf sofort reagieren, z.B. mit einem Like oder einem Kommentar. Man kann aber auch sagen, dass man mehr über die Idee wissen möchte. So entstehen dann Kontakte und die Ideen können schlussendlich auch fliegen – und das in sehr kurzer Zeit.“

ipOcean Plattform

Eine der Besonderheiten der Plattform stellt auch die Möglichkeit dar, Challenges, also etwa bei großen Konzernen offene Fragestellungen, an andere Nutzer zu stellen: Wer mit einer Idee nicht weiterkommt oder wem das Knowhow in einer Sache fehlt, kann eine Challenge erstellen und hat so Zugriff auf Expertenwissen auf der ganzen Welt – gleichzeitig ist jeder, der mitmacht, sicher: ´meine Idee ist geschützt´. Open Innovation und Hackathons werden so zu einer realen Option für alle Organisationen. Besonders bei Problemen, die möglichst schnell gelöst werden müssen, ist dies ein äußerst effizienter Weg, zum Beispiel auch bei der gemeinsamen Bekämpfung der Globalen Schlüsselrisiken, wie dem Klimawandel.

“Innovate to save the Planet”

Der Name ipOcean setzt sich zusammen aus der Abkürzung “ip” für Intellectual Property – also jenen Ideen, die im Netzwerk zirkulieren sollen, und dem Ozean, der sinnbildlich für ihre Verborgenheit steht:

“Das riesige Spektrum an Ideen, das wir alle produzieren, hätte vielleicht noch galaktischere Namen für das Unternehmen ermöglicht: mit Ocean wollten wir aber unbedingt den Bezug zu unserer Welt, der Erde, herstellen. Um die geht es, gerade auch wenn wir an eine ´circular economy´ denken oder die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen – längst nicht mehr nur Schlagworte.”

Holger Geissler ist promovierter Chemiker. Durch seine in der Forschung eines Großkonzerns und seine jahrelange Tätigkeit im Investmentmanagement und als Berater von Startups wurde ihm klar, dass die aktuelle Finanzlandschaft in Deutschland noch nicht ausreichend gut funktioniert, um Innovationen voranzutreiben. Im Gegenteil:

“Besonders in Deutschland sind die Hürden für die Entwicklung und Förderung neuer Innovationen so hoch, dass sich besonders potentielle Gründer davor scheuen. Viele tolle und auch sinnvolle Ideen können so gar nicht erst umgesetzt werden. Junge Unternehmer gehen oft ein Risiko ein, wenn sie ihre Ideen großen Unternehmen vorstellen. Oft werden diese dann übernommen, ohne dass der eigentliche Ideengeber daran beteiligt wird. Das wird so immer wieder verneint, aber die Praxis zeichnet ein anderes Bild.”

Wir werden den Menschen nicht verändern, aber wir können unseren Ansatz ändern

Holger Geissler konnte entweder Startups beraten oder selbst ein Startup aus dem Boden stampfen, das diese Probleme adressiert – so entstand die Idee für ipOcean Global:

“Wir machen es anders. Wir wollen nicht an der Idee mitverdienen, denn die Idee soll bei uns immer in der Hand des Ideengebers bleiben. Wir bieten allein die Plattform an, auf der sich Ideengeber und -nehmer austauschen und vernetzen können. Die Nutzer sollen sich eigenverantwortlich und direkt untereinander austauschen, ihre Ideen und Innovationen voranbringen und so Netzwerke und Verbindungen aufbauen. Wer z.B. weitere Nutzer wirbt oder wessen Ideen viel Resonanz in Form von Likes erhalten, soll auch an der subscription fee beteiligt werden. Auf lange Sicht wollen wir keine Nutzer gewinnen, ohne dass jemand anderes davon profitiert.”

Mehr Sicherheit durch Blockchain-Identitäten

Im Gegensatz zu den meisten Online-Diensten, in denen eine ein- oder zweistufige Identitätsprüfung vorgenommen wird, gibt es bei ipOcean Global noch eine dritte Stufe: Die Blockchain-Identität. So wird die Basis für ein Vertrauensverhältnis geschaffen, auf dessen Grundlage Innovationen und Geschäftsbeziehungen wachsen können. Die Blockchain-Identität bei Innovationen ist eines der Alleinstellungsmerkmale von ipOcean. Sie verifiziert somit zweifelsfrei die Identität des Users. Das erklärte Ziel ist Transparenz bei gleichzeitiger Sicherheit und Verbindlichkeit.

Der Fingerabdruck in der Blockchain der geteilten Daten und der Interaktionen führen zu Verifizierbarkeit und Manipulationsschutz. Der Ideengeber hat zu jeder Zeit die vollständige Kontrolle darüber, mit wem er seine Ideen teilt und auch darüber, wie viel Einblick die anfragende Person oder Gruppe tatsächlich erhält.

Sicherheit durch Blockchain-Identitäten

“Das Konzept von ipOcean ist nun knapp 24 Monate alt und die Plattform ist jetzt live unter my.ipocean.com. Unser Fokus liegt jetzt darauf mit der Industrie Open Innovation oder Hackathons zu starten – hier werden die Stärken der Plattform genutzt. Gleichzeitig laden wir insbesondere StartUps und alle Kreativen ein auf ipOcean zu starten, denn das Freemium-Model sorgt dafür, daß der Preis keine Hürde darstellt. Wir nutzen unser eigenes starkes Ökosystem, um die notwendige Reichweite für unserer User bereitzustellen, da existierende Netzwerke einfach geleveraged werden können. Da wir die Vorteile des Internets wie Geschwindigkeit, Konnektivität und Power mit den Attributen Ownership Protection, Vertraulichkeit, Verifizierbarkeit und on-demand Gruppen verbinden, kann die Plattform und Technologie auch für viele andere Bereiche gehebelt werden. Der Fokus liegt aber derzeit auf Innovation und Kollaboration und der Vereinfachung der Oberfläche, denn kollaborative Innovation wird in der immer komplexer werdenden Welt mit limitierten Zugang zu Talenten, limitierten Ressourcen und der limitierten Zeit zu einer existenziellen Notwendigkeit. Firmen können immer häufiger nur noch Teilbereiche mit ihrer eigenen Forschung ausreichend abdecken und laufen die Gefahr zu verschwinden – Blackberry User nutzen heute andere Smartphones. Der wichtigste Aspekt ist: Mit der Natur kann man den Klimawandel nicht verhandeln – und es gibt auch im Kapitalismus keinen Planet B zu kaufen.”


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