Wer in Daten das neue Öl sieht, steht Innovationen und seinem Erfolg im Weg.

Presseartikel beschreiben immer häufiger „Daten als das neue Öl oder Gold der Weltwirtschaft“. Das klingt zwar spannend, stimmt aber leider nicht.

Öl aus einer Raffinerie hat den gleichen Wert wie anderes Öl ähnlicher Qualität und ist letztlich eine nicht differenzierte Ware.

Daten als Unterscheidungsmerkmal von Unternehmen

Im Gegensatz dazu jedoch sind Daten kein undifferenziertes, sondern immer mehr das wichtigste Unterscheidungsmerkmal, wie Unternehmen innovativ(er) werden, Kunden bedienen und Markteinblick nehmen.

Dies gilt nicht nur für Silicon-Valley Ikonen wie Amazon, Google, Facebook und Co., sondern inzwischen für fast jede Firma aller Branchen, Größe und Alter.

Auch wenn Daten die Informationswirtschaft „antreiben“, werden sie dadurch nicht zur austauschbaren Ware wie Öl, Gold oder Strom.

Clevere Datennutzung verschafft Vorteile

Die Einzigartigkeit von Daten verleiht Wert und steigert den Gewinn von Unternehmen, die sie (besser) nutzen, denn Daten beinhalten häufig Wissen, das den Firmen Vorteile gibt, die darüber verfügen.

Würden nämlich alle Firmen die gleichen Dinge wissen, gäbe es keinen Vorteil gegenüber anderen Firmen mehr. Daher lohnt sich ein Invest in die Erfassung, das Management und die Auswertung von Daten.

Ein Beispiel?

Facebook sammelt (zu?) viele Daten über Nutzer und generiert daraus 40 Milliarden USD Werbeeinnahmen. Hätten aber Google oder andere Unternehmen die gleichen Daten, könnten die Werbetreibenden auswählen und würden einen viel geringeren Werbepreis bezahlen. Facebook Daten sind demnach keine austauschbare Ware, sondern machen es durch deren Einzigartigkeit zu einem der wertvollsten Unternehmen der Welt.

Die in der Vergangenheit praktizierte Begrenzung der Datenerfassung und dem systematischen „Wegwerfen“ von so vielen Daten wie möglich, war in Zeiten von Speicherknappheit und hohen Speicherkosten notwendig und sinnvoll, insbesondere weil Daten als undifferenzierte Ware = „digitales Öl“ angesehen wurden. Um in der Analogie zu bleiben, hat „digitales Öl“ zwar die Wirtschaft angetrieben, der Einsatz  aber auf das unbedingt notwendige Minimum begrenzt und “Daten-Überschüsse quasi als gefährlicher Abfall entsorgt”.

Heutige „intelligente Unternehmen“ erkannten aber schnell(er) als andere, dass sich in den riesigen Datenmengen ganz neue Chancen verbergen.

Dies gilt auch für die  Chemie und insbesondere für das Gesundheitswesen, wo z.B. gerade individuelle Patientendaten einen sehr hohen Wert darstellen. Der Digital Hub unterstützt Startups und KMUs u.a. dabei, um aus Daten neue Lösungen und Geschäftschancen zu entwickeln.

Autor: Ralf Meyer / Synomic

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